
Hören Sie auf, Platz mit Trockenvorrichtungen für Bremsbeläge zu verschwenden!
Wenn Sie immer noch diese alten, konvektionsbasierten Öfen zum Trocknen von Bremsbelägen verwenden, dann kennen Sie das Verfahren. Man heizt die Luft auf – die Luft wiederum erwärmt den Belag – und man muss warten. Und wieder warten.
Es ist eine sehr langsame Methode. Um eine ordentliche Aushärtung zu erreichen, sind riesige Anlagen nötig, die die Hälfte des Werkstattbodens einnehmen. Das ist einfach zu viel verschwendeter Raum.
Wir machen es anders: Mit Kurzwellen-Infrarotstrahlung. Anstatt die Luft um den Belag zu erwärmen, wird der Belag direkt bestrahlt.
Wie es wirklich funktioniert
Stellen Sie sich das wie den Unterschied zwischen einer leichten Brise und der Sonne, die an einem Sommertag Ihre Haut wärmt, vor. Kurzwellen-Infrarotstrahlung beeinflusst nicht die Oberfläche – sie dringt tief in das Material ein und erwärmt es von innen heraus.
Das Beste daran: Man muss nicht stundenlang warten, bis der Ofen die richtige Temperatur erreicht hat. Diese Lampen sind in Sekundenschnelle bereit zum Einsatz.
Da die Wärme so konzentriert ist, kann man den benötigten Raum erheblich reduzieren. Wir haben bereits gesehen, wie 20 Meter lange konvektionsbasierte Anlagen durch 5 Meter lange Infrarottunnel ersetzt wurden. Die Qualität der Aushärtung bleibt dieselbe – doch man gewinnt wieder Platz im Werkstattbereich.
Was man beachten muss
Es handelt sich dabei nicht um einfache Geräte, die man einfach mit einem Standard-Kabel anschließen kann. Um diese Geschwindigkeiten zu erreichen, verwenden wir hochleistungsstarke Quarzhalogenlampen. Sie geben eine Menge Energie ab, um Lösungsmittel schnell verdampfen zu lassen und Harze schnell aushärten zu lassen.
Achtung: Diese Lampen verbrauchen viel Strom. Wenn man zu viele Lampen in einen kurzen Abschnitt steckt, um die Produktivität zu maximieren, muss man sicherstellen, dass die Verkabelung und die Steuergeräte die höchsten Belastungen aushalten können. Andernfalls kommt es zu Ausfällen.
Außerdem werden diese Lampen sehr heiß – wirklich sehr heiß. Man braucht daher eine hochwertige Isolierung für den Tunnel – sonst wird das äußere Gehäuse wie ein Radiator.
In der Praxis
Wenn wir diese Geräte für Bremsbeläge einsetzen, stellen wir sie nicht einfach in einer Reihe auf. Stattdessen platzieren wir die Lampen versetzt zueinander. Dadurch entstehen keine „Kaltpunkte“ mehr – und jeder Bremsbelag erhält eine gleichmäßige Aushärtung über die gesamte Oberfläche hinweg.
Das ist eine enorme Erleichterung im Vergleich zu den alten, gasbetriebenen Öfen, die ewig brauchen, um auf Temperatur zu kommen. Man schaltet das Gerät einfach ein, erhöht die Geschwindigkeit und kann so mehr Teile pro Zeit produzieren.