
Wie man Heizwände mit Infrarot-Technologie richtig einrichtet – Keine heißen Stellen mehr!
Wenn man eine maßgeschneiderte Heizwand für einen Lackierraum baut, liegt das eigentliche Problem darin, eine gleichmäßige Temperatur zu erreichen. Das ist eine schwierige Balance. Ein kleiner Sportwagen und ein Van mit hohem Dach „sehen“ die Infrarotstrahler nicht auf dieselbe Weise. Wenn der Abstand zwischen den Strahlern und dem Fahrzeug etwas zu groß ist, entstehen heiße Stellen an den Türen sowie am Dach, während andere Bereiche kalt bleiben. Niemand möchte wegen solcher Probleme die Lackierung erneut durchführen müssen.
Die Mathematik hinter der Wärmeabgabe
Wir schalten einfach keine Lampen an die Wand und hoffen auf das Beste. Stattdessen berechnen wir genau, wohin die Wärme gelangt – und zwar je nach Höhe des Fahrzeugs. Bei größeren Fahrzeugen setzen wir mehr Kurzwellenstrahler in die oberen Bereiche ein. Warum? Weil die Strahlung mit zunehmendem Abstand an Intensität verliert. Man muss die Leistung pro Meter genau richtig einstellen – je nach Abstand zwischen der Lampe und dem Fahrzeug. Zu viel Abstand bedeutet Energieverschwendung. Zu wenig Abstand wiederum führt dazu, dass die Lackschicht beschädigt wird, bevor man es überhaupt bemerkt.
Intelligente Anordnungen und Zonierung
Das Geheimnis liegt darin, die Wand in separate vertikale Zonen aufzuteilen. Wenn man beispielsweise einen niedrigen Sportwagen lackiert, braucht man nicht unbedingt, dass die Lampen in den oberen Bereichen Wärme in die Luft abgeben. Man kann diese Lampen einfach ausschalten. Dadurch wird Energie gespart und das Fahrzeug überhitzt nicht. Achten Sie außerdem darauf, dass die Befestigungsbolzen stabil sind. Wenn diese beginnen, nachzugeben, verschiebt sich der Strahlungspunkt. Sobald sich der Fokuspunkt verschiebt, geht die Gleichmäßigkeit der Wärmeabgabe verloren.
Die Kompromisse
Bei Hochleistungs-Infrarot-Systemen ist die Sache so: Sie erledigen die Arbeit schnell – doch dadurch wird der Lackierraum zu einer Sauna. Wenn die Belüftung nicht ausreichend stark ist, um die heiße Luft abzuführen, wird der ganze Raum zu einem Ofen. Das verlangsamt anschließend die Verdunstung der Lösungsmittel – was wiederum dem Zweck der Verwendung von Infrarot-Technologie widerspricht.
Ein weiterer Tipp zur Elektronik: Vernetzen Sie die einzelnen Zonen mit einem PLC samt PID-Reglern. Dadurch werden die Lampen nicht ständig eingeschaltet und ausgeschaltet – dadurch werden sie auch nicht überhitzen. Falls Sie Hochleistungslampen verwenden, prüfen Sie unbedingt die Querschnitte der Kabel. Man möchte schließlich keine Spannungsabfälle über die Länge der Wand hinweg haben.